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2. Mai 2008 - 19:34 Uhr
Tafel zählt immer mehr Gäste
von Nikola Dünow
Jahresbericht: Umzug und Erweiterung haben der Wuppertaler Tafel ein deutliches Plus bei den Besuchern beschert. Nicht allen gefällt das.
 
 

Wuppertal. Vor ziemlich genau einem Jahr, am 4. Mai 2007, zog die Wuppertaler Tafel in ihre neuen Räume am Kleinen Werth in Barmen. Seitdem hat die Tafel nicht nur viel mehr Platz und die Möglichkeit, professioneller und effektiver zu arbeiten, auch zwei neue Stellen wurden geschaffen.

Das Ergebnis kann sich für die Kundschaft durchaus sehen lassen: Vom ersten Tag an waren die neue Kantine und die Lebensmittelausgabe sehr gut besucht. „Wir beobachten seit der Eröffnung eine Zunahme der Besucherzahlen um etwa 20 Prozent“, sagt der Vorsitzende Wolfgang Nielsen. Das liegt sicherlich auch daran, dass Lebensmittel- und Essensausgabe endlich klar voneinander getrennt sind.

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Macht die Wuppertaler Tafel dem Einzelhandel und der Gastronomie Konkurrenz?

Bedürftigkeit wird nicht überprüft

Außerdem ist bei der Tafel mittlerweile ein Profikoch angestellt. „Die Leute bedanken sich nicht mehr nur für das Essen, sondern sie bedanken sich für das gute Essen“, freut sich Nielsen. Auch das Kaufhaus sei gewachsen und verzeichne einen deutlichen Anstieg von Kunden und Verkäufen. „Der Umzug war ein Riesenfortschritt für die Gäste und die Mitarbeiter“, sagt Carl Kutzbach, der langjährige Kassenverwalter der Tafel.

Seit Juli 2007 gibt es außerdem eine spezielle Kindertafel in einem abgetrennten Bereich. Täglich kommen derzeit etwa zehn bis zwölf Schulkinder.

Kritik vereinzelter Einzelhändler und Gastronomen aus der Umgebung, bei der Tafel kümmere man sich nicht nur um Bedürftige, die Tafel sei geradezu zu einer Konkurrenz geworden, weist Nielsen von sich: „Jeder, der hierher kommt, ist bedürftig, wenn nicht finanziell, dann psychisch. Wir sind ein Stück weit auch Therapieplatz“, so Nielsen.

Die Bedürftigkeit wird bei der Tafel grundsätzlich nicht überprüft. „Wenn überhaupt, sind das absolute Einzelfälle. Aber das lässt sich auch nicht durch Kontrollen klären.“

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