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3. Februar 2010 - 21:34 Uhr
Volleyball: Titans gehen auf Kollisionskurs mit der Liga
Manager Thorsten Westhoff fordert schärfere Kriterien bei der Lizenzvergabe.
 
 

Wuppertal. Thorsten Westhoff, Manager des Volleyball-Bundesligisten Titans Wuppertal, geht auf Kollisionskurs mit der Deutschen Volleyball Liga. Im Vorfeld des im Frühjahr anstehenden Lizenzierungsverfahrens fordert Westhoff ein schärferes Vorgehen der Liga bei der Vergabe der Lizenzen. „In den vergangenen Jahren wurden die Lizenzen zu freigiebig verteilt. Und das führt zu einer Wettbewerbsverzerrung, da Vereine Spieler verpflichtet haben, die sie sich eigentlich gar nicht leisten konnten“, sagt Westhoff, der mehr Professionalität vom Lizengeber fordert, aber auch die betreffenden Vereine in der Pflicht sieht. „Ethik und Moral darf man nicht nur in der Wirtschaft fordern, sondern die muss es auch im Sport geben“, sagt Westhoff.

Zumindest die Zahlungsmoral war in der laufenden Bundesliga- Saison wohl nicht in allen Vereinen zufriedenstellend. Ausstehende Spielergehälter soll es nach Angaben von Westhoff bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen gegeben haben. Die Netzhoppers unterlagen in der Vorwoche beim Moerser SC, einem direkten Konkurrenten der Titans, sang- und klanglos mit 0:3. Und dem VC Franken, Gegner der Titans am kommenden Sonntag in der Bayer-Halle, wurden wegen wirtschaftlicher Unregelmäßigkeiten im Lizenzierungsverfahren sogar schon zwei Punkte abgezogen.

Nach Ansicht von Westhoff muss die Deutsche Volleyball Liga daraus Konsequenzen für das bevorstehende Lizenzierungsverfahren ziehen. Bis zum 15. April werden die Vereine ihre Anträge einreichen. Bisher müssen nur 25 Prozent der veranschlagten Kosten vorab durch sichere Einnahmen gedeckt sein. „Ich würde mir wünschen, es wären 90Prozent“, sagt Westhoff. Die Titans Wuppertal waren in die laufende Spielzeit mit einem abgesicherten Saisonetat von 300.000 Euro gestartet.

Doch auch weil das Geld für teure Spieler fehlte, kämpft das Team gegen den Abstieg. „Ich hätte die Kritik genauso geäußert, wenn wir nicht am Ende der Tabelle stehen würden“, versichert Thorsten Westhoff. „Für die Liga gibt es keinen leisen Weg.“ ab


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