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LokalesWuppertalAktuelles
19. November 2009 - 10:17 Uhr
Studenten besetzen Hörsaal der Bergischen Uni
 
 

Wuppertal. Im Rahmen der bundesweiten Studierendenproteste haben Studenten der Bergischen Universität in der Nacht auf heute einen Hörsaal besetzt. Zuvor hatten sich nach WZ-Informationen gestern Abend etwa 70 Studenten zu einer Vollversammmlung getroffen. Die war schon einmal am Montag anberaumt worden, damals hatte es keine Mehrheit für eine Hörsaalbesetzung gegeben - gestern Abend schließlich erteilte der Großteil seine Zustimmung.   

Die ersten Meldungen dazu gingen kurz darauf über den Online-Nachrichtendienst Twitter. So twitterte ein User: "gerade abstimmung über die grundsätzliche frage der besetzung. sehr große mehrheit dafür".

Ein Student, der namentlich nicht genannt werden möchte, berichtet gegenüber der WZ, dass etwa 20 Studenten letztlich die gesamte Nacht in Hörsaal 21 zugebracht hätten. Zwischenzeitlich habe der Sicherheitsdienst der Universität damit gedroht, die Polizei zu informieren. Schließlich aber sei es den Studierenden von Seiten des Gebäudemanagements gestattet worden, auch noch eine weitere Nacht im Hörsaal zu verbringen, "wenn wir uns anständig benehmen". Das bestätigt auch Uni-Sprecherin Maren Wagner: "So lange alles friedlich und ruhig verläuft, können die Studenten im Hörsaal bleiben."

Die Nacht hätten die Studenten damit zugebracht, in Arbeitsgruppen Ziele zu formulieren. Die Dozenten seien per Email über die Besetzung informiert worden, "wir wollen nicht auf Konfrontation gehen".

Für den heutigen Tag waren mehrere Vorlesungen für Hörsaal 21 geplant. Bis auf eine Vorlesung wurden sie alle in andere Räume verlegt. Um 16 Uhr ist eine weitere Vollversammlung in Hörsaal 21 geplant. Da Ziel der Proteste, so erklärt ein Student, bestünde darin, "die Kommerzialisierung des Bildungswesens zu diskutieren." Speziell solle das Bachelor-Master-System überarbeitet werden. Die Studenten erhofften sich nun ein Gespräch mit der Uni-Leitung. "Dort ist bislang keine Anfrage der Studierenden eingegangen", sagt Uni-Sprecherin Maren Wagner.


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