0 0
stellen
auto
immobilien
marktplatz
tiere
reisen
inserieren
LokalesKreis MettmannWülfrath / Ratingen / Velbert
18. August 2008 - 00:01 Uhr
Wülfrath: „Fast wie beim Rock am Ring“
von David Ernenputsch
Wülfrath rockt: Bis zu 5000 Besucher verfolgten das dritte Open-Air-Festival im Stadtpark.
 
 

Wülfrath. Gitarrenriffs rocken, Bässe wummern, das Schlagzeug gibt den Takt an. Dass Wülfrath an diesem Samstag ganz im Zeichen des Rock steht, muss man nicht sehen – man hört es. Mit zwölf Stunden Live-Musik wartet die Wülfrather Rockmusiker Gemeinschaft (WüRG) auf und präsentiert bei der dritten Auflage des Open-Air-Festivals im Park auch ungewohnte Klänge.

Um 12 Uhr startet der Musikmarathon. Chef-WüRGer Ralf Seiltgens fasst sich zur Begrüßung kurz, dann gehört die Bühne den elf Bands. Den Anfang macht die junge Gruppe „Bonestrip“. Die vierköpfige Truppe lockt die umhergeisternden Rockpilger an den Bühnenrand. Das Publikum ist im wahrsten Sinne des Wortes bunt gemischt – auch Familien mit Kindern, Senioren und Vertreter der verschiedensten Musikszenen beäugen das Schauspiel.

Auf die Punkband „Frontal im A ...“ – nicht nur der Kürze wegen zu „FIA“ abgekürzt – folgen „The Dingleberries“. In Wülfrath bereits bekannt, begeistert die Coverband heute mit neuen Gesichtern. So bedient Daniel Diekmann diesmal die Bassgitarre. „Die Dingleberries sind ja schon richtige Klassiker“, lobt Festivalbesucherin Susanne Tesche (17).

Das fünfköpfige Gespann bietet zwar vertraute Klänge wie „Seven Nation Army“ oder „Song 2“, performt aber auch zu neuen Songs wie „Fallen Leaves“ von Billy Talent – und kommt an das Original beinahe heran. „Die Stimmung ist fast wie bei Rock am Ring“, begeistert sich Tammo Marschall (18).

Ungewohnte Töne: Rap und Jazz-Funk

Je tiefer die Sonne sinkt, desto voller wird der Rasen im Stadtpark. Die Gruppe „Timeless“ spielt früher als geplant – die Rap-Kombo „D.H.A“ steckt im Stau und lässt auf sich warten. Rapper auf einem Rockfestival?

„Ist nicht unbedingt meine Musik, aber wem’s gefällt“, sagt Wolfgang Voss von „Timeless“. Die Rapper „Der Italiena“ und „Da King“ bringen gemeinsam mit Bühnenneuling „Vanilla Babe“ harte Sprüche und dumpfe Hiphop-Beats auf die Bühne – und das Publikum arrangiert sich mit der ungewohnten Kost.

Doch nicht nur die Rapmusik schlägt heute ein wenig aus der Art: Die siebenköpfige Band „Shagell“ präsentiert Jazz-Funk. Die Mitglieder, die an unter anderem am Saxophon begeistern, kommen aus ganz NRW.

Als dann gegen 18.30 Uhr eine wohl bekannte Trompete durch den Stadtpark schallt, ist die Bühne von Fans umgeben. Die Band „Kermit“ füllt den Vorabend mit Spielfreude und selbst gemachten Songs. „Bisher habe ich hauptsächlich Cover gehört, die ich schon kannte. Eigene Lieder gefallen mir besser“, so Alesha Smith. Die 17-Jährige ist Austauschschülerin aus der amerikanischen Partnerstadt Ames.

Jugendliche Rockfans schauten zu tief ins Glas: Arbeit fürs DRK

Je später der Abend, desto voller leider auch die Gäste. Auf den Wiesen im Stadtpark hatten sich über den ganzen Festivaltag kleine Gruppen von meist jugendlichen Rockfans zusammengerottet. „Da wird natürlich viel getrunken. Wir hatten schon Zwölfjährige, die sich richtig haben zulaufen lassen“, sagt Marc Ratajczak vom Deutschen Roten Kreuz, das nach einem ruhigen Festauftakt nun mehr und mehr zu tun bekommt.

Gegen halb acht wird nicht nur der Himmel über dem Stadtpark dunkler. Schwarze Ledermäntel, Netzklamotten und Nietenbänder stimmen auf den härteren Teil des Festivals ein. „The Mystery“ aus Heiligenhaus, präsentieren Heavy Metal. Vor der Bühne sieht man empor gestreckte Hände und fliegende Haare – die Metalfans üben sich im Headbangen, schleudern ihre Mähnen rhythmisch im Takt der Musik.

Ganz in Weiß hebt sich dagegen Bürgermeisterin Barbara Lorenz-Allendorff ab. „Ich bin schwer beeindruckt“, sagt sie, während auf der Bühne die Schattenspieler samt furioser Lichtshow rocken. Die Bürgermeisterin lobt den Einsatz der WüRG: „Die Gemeinschaft ist inzwischen eine Institution, ein echtes Markenzeichen für Wülfrath.“ Musikalisch sei sie „offen für alles“, doch Jazz sei ihr persönlich lieber als Melodic Darkrock.

Chef-WüRGer Ralf Seiltgens wirkt inzwischen ein wenig ermüdet, aber überglücklich. Nach rund elf Stunden Rockmusik – kurz vor dem Auftritt der letzten Band – zieht er im neuen Backstagebereich Bilanz. „Das Wetter ist super, die Organisation ist super, meine Laune ist super.“

Sein Lob gilt vor allem den vielen Helfern, Vereinsmitglied oder nicht, die das Festival trotz weniger kleiner Probleme gestemmt haben. „Wir hatten bestimmt zwischen 4000 und 5000 Besucher über den Tag verteilt. Damit sind unsere Hoffnungen übertroffen worden.“ Vierte Auflage also nicht ausgeschlossen.

Inzwischen nimmt der letzte Act des Abends die Bühne ein – die Bon-Jovi-Coverband „Bounce“. Die Lieder sind bekannt, das Publikum rockt ausgelassen und schmettert „It’s my life“ in die Nacht hinaus.

Social-Bookmark setzen
del.icio.us Mister Wong YiGG Webnews Linkarena
 
 
Umfrage
Hilden: Sind Sie bereit, neben dem Bürgersteig auch den Rinnstein vor Ihrem Haus zu säubern?
Ja, das ist nur wenig mehr Aufwand.
Nein, dafür zahle ich doch die Straßenreinigungsgebühr.

 Kommentare lesen
Umfrage
Haan: Finden Sie es richtig, dass der Wanderweg vorerst gesperrt bleibt?
Ja, ich kann verstehen, dass der Mann seine Ruhe haben möchte.
Nein, das ist reine Schikane gegen Spaziergänger, um die Stadt unter Druck zu setzen.

 Kommentare lesen
Umfrage
Wird die Abrissbirne in Hilden zu häufig eingesetzt?
Ja, der historische Charme der Innenstadt geht verloren.
Nein, eine moderne Einkaufsstadt braucht moderne Architektur.

 Kommentare lesen
Fotogalerie
Nach einem schweren Unfall musste die Autobahn 46 am Montagmorgen für Rettungs- und Bergungsarbeiten in beide Richtungen über mehrere Stunden komplett gesperrt werden.  mehr...
Fotogalerie
Die schönsten WM-Fotos unserer Leser - hier sind sie alle.  mehr...
Fotogalerie
Das als größtes Public Viewing im Südkreis geplante WM-Fest in Langenfeld musste am Samstagnachmittag wegen eines Gewitters kurzfristig abgesagt werden.  mehr...
Fotogalerie
Nach dem 4:0-Triumph der deutschen Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale gegen Argentinien gab es kein Halten mehr:  mehr...
Umfrage
Wasserburg Haus Graven: Ist der finanzielle Aufwand in Zeiten knapperer Kassen zu rechtfertigen?
Ja
Nein

 Kommentare lesen
Umfrage
Sind offizielle Auslaufflächen für Hunde eine gute Lösung?
Ja
Nein

 Kommentare lesen
Fotogalerie
In der Fussgängerzone von Wülfrath tummelten sich am Wochenende bei herrlichsten Sommerwetter die Ausflügler.  mehr...
Fotogalerie
Schwerer Einsatz für die Erkrather Feuerwehr - In der Nacht zu Freitag brannte es in einem Wohnhaus an der Mettmanner Straße.  mehr...
Umfrage
Sollte die Stadt 6000 Euro in eine Querungshilfe für die Straße Am Bandenfeld investieren?
Ja, die Gesundheit ihrer Bürger sollte der Stadt diesen Betrag wert sein.
Nein, schließlich ist der Weg zur nächsten Fußgängerampel zumutbar.

 Kommentare lesen
Fotogalerie
Unser Fotograf Dirk Thomé war im Jazz-Fieber und hat sich die Hildener Jazz-Tage angesehen. Sehen Sie Bilder von den Konzerten von DJ Trueby, Dean Brown Trio, Frank Mc Comb, Joscho Stephan Quartett, Swinger Club, Brund Bömer und Camacho Club.  mehr...
Umfrage
Velbert-Neviges: Sollte auf der ehemaligen Deponie ein gastronomischer Betrieb angesiedelt werden?
Ja, das finde ich eine gute Idee.
Nein, meinen Kaffee trinke ich lieber woanders.

 Kommentare lesen
Fotogalerie
125 Meter, 39 Stockwerke, 770 Stufen. Mit mehr als 20 Kilo Ausrüstung am Körper erklommen mehr als 380 Feuerwehrleute aus ganz Europa am Sonntag das Park Inn Hotel am Berliner Alexanderplatz - mit dabei waren auch Teams aus Düsseldorf und Erkrath.  mehr...
Fotogalerie
Freude und Enttäuschung in Düsseldorf wie im Kreis - die Kandidaten in den vier Mettmanner Wahlkreisen ließen sich im Kreishaus sehen.  mehr...
Fotogalerie
Der Sommer kann kommen. Die Badeseen der Region haben nach einer Auswertung des NRW-Umweltministeriums eine gute Wasserqualität.  mehr...
Fotogalerie
Die Sonderausstellung: Galgen, Rad und Scheiterhaufen - Orte des Grauens wird vom 20. Februar bis zum 27. Juni im Neanderthal Museum gezeigt.  mehr...
Abgeordnetenwatch
Über abgeordnetenwatch.de können Sie Ihre Abgeordneten vor Ort online befragen. Einfach unten auf den Link klicken, auf der folgenden Seite Ihre Postleitzahl eingeben und los geht's!
1. Auf der anderen Seite sitzt immer ein Mensch. Beleidigende, rufschädigende und bloßstellende Beiträge werden entfernt. Das heißt: Kommentare werden gelöscht, wenn sie andere etwa wegen ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Sprache, ihrer Abstammung, ihrer religiösen Zugehörigkeit oder ihrer Weltanschauung diskriminieren oder ihnen beruflich schaden können.  2. Die allgemeinen Gesetze und...  mehr...